Unser Nachhaltigkeits- & Schmierstoffglossar

Was bedeutet Nachhaltigkeit? Und was sind eigentlich Inhibitoren? Was versteht man unter Eutrophierung und wofür steht eigentlich die Abkürzung ACEA? 
Diese und viele Fragen mehr, beschäftigen uns, wenn wir über Themen wie Nachhaltigkeit in der Schmierstoffbranche sprechen. Wir möchten eine kleine Zusammenfassung wichtiger und häufig verwendeter Begriffe aus den Bereichen Nachhaltigkeit und Schmierstoffe hier vorstellen und wie wir bei AVISTA OIL diese definieren.

ACEA

Verband europäischer Automobilhersteller; definiert Motoröl-Spezifikationen für europäische Fahrzeuge.

Additive

Chemische Zusätze, welche Basisölen zugemischt werden, um die Schmierstoffeigenschaften wie Verschleißschutz oder Reinigungswirkung zu verbessern.

Additivpaket

Kombination verschiedener Additive; abgestimmt auf die Anforderungen eines Schmierstoffs.

Adhäsion

Haftfähigkeit eines Schmierstoffs auf Oberflächen – wichtig für Grenzschmierung und Schutzwirkung.

Alkalische Reserven

Fähigkeit eines Öls, saure Verbrennungsprodukte zu neutralisieren; gemessen über die Basenzahl.

Alterung

Veränderung der Schmierstoffeigenschaften durch Oxidation (Aufnahme von Sauerstoff) , thermische Belastung, Luftzufuhr oder Kontamination.

Altöl

Gebrauchtes Öl, welches seine ursprünglichen Eigenschaften (z.B. Viskosität, Gesamtbasenzahl) verloren hat und entsorgt oder re-raffiniert werden muss.

Anilinpunkt

Temperatur, bei der Öl mit Anilin mischbar wird; Maß für Polarität und Dichtungsmaterialverträglichkeit.

Antioxidantien

Additive, die die Oxidation des Öls verlangsamen und somit die Alterung reduzieren.

API

American Petroleum Institute; definiert Motoröl-Spezifikationen für Benzin- und Dieselmotoren.

ATF

Automatic Transmission Fluid; spezielles Öl für Automatikgetriebe und Servolenkungen.

AVIeCO₂

AVIeCO₂ ist das Konzept der AVISTA OIL zur nachhaltigen Wertschöpfung. Hiermit ist kein Produkt, sondern das Konzept der Gebrauchtölsammlung und -aufbereitung sowie der Einsatz von nachhaltigem Schmierstoff in der Anwendung gemeint. Mithilfe von diesem Nachhaltigkeitskonzept können wir den CO₂-Ausstoß der Schmierstoffproduktion reduzieren und natürliche Ressourcen durch die Re-Raffination langfristig schonen.

Barrel

Volumeneinheit für Rohöl; 1 Barrel = 158,987 Liter.

Basenzahl

Menge an alkalischen Bestandteilen im Öl; zeigt die Neutralisationsfähigkeit gegenüber Säuren an.

Basisöl

Grundkomponente eines Schmierstoffs ohne Additivierung; mineralisch oder synthetisch.

Biogener Schmierstoff

Schmierstoff auf Basis nachwachsender Rohstoffe – z. B. Pflanzenöle.

Biologisch abbaubar

Eigenschaft von Schmierstoffen, sich in der Umwelt durch Mikroorganismen zu zersetzen.

Blending

Mischprozess von Basisölen und Additiven zur Herstellung fertiger Schmierstoffe.

Bremsflüssigkeit

Hydraulikflüssigkeit für Fahrzeugbremsen; klassifiziert nach DOT-Normen.

Brugger-Wert

Kennwert zur Beurteilung der Schmierfähigkeit eines Öls unter Druckbelastung.

Cetanzahl

Maß für die Zündwilligkeit von Dieselkraftstoffen; je höher, desto besser das Kaltstartverhalten.

CO₂

Kohlendioxid; Treibhausgas, das bei Verbrennung fossiler Energieträger entsteht.

CO₂ äq

CO₂-Äquivalente (CO₂ äq) sind eine Maßeinheit zur Vereinheitlichung der Klimawirkung der unterschiedlichen Treibhausgase. Jedes Treibhausgas hat eine Wirkung auf die Atmosphäre, mit der es dazu beiträgt, die Temperatur zu erhöhen. Um eine Maßeinheit zu finden, mit der die unterschiedlichen Wirkungen auf die Atmosphäre miteinander verglichen werden können, bedient man sich der Wirkung von Kohlenstoffdioxid und setzt die anderen Treibhausgase hierzu ins Verhältnis. Man bildet also Äquivalente zu CO₂. Siehe auch Erderwärmungspotential.

CO₂-neutral

Begriff zur Verdeutlichung, dass ein Produkt, Dienstleistung, Prozess oder Unternehmen keine negative CO₂-Bilanz aufweist. Das bedeutet jedoch nicht, dass das Unternehmen/der Prozess/das Produkt kein CO₂ und andere Treibhausgase ausstößt, sondern lediglich, dass die ausgestoßene Menge neutralisiert wurde, bspw. durch Kompensationszertifikate.

Cold Sludge

Ablagerungen im Motor bei niedrigen Temperaturen – entstehen durch Kondensate und Ruß.

Cracken

Thermisch-chemischer Prozess zur Aufspaltung großer Kohlenwasserstoffmoleküle in kleinere – z. B. zur Herstellung von Grundölen.

CVT-Getriebeöl

Schmierstoff für stufenlose Automatikgetriebe (Continuously Variable Transmission); muss spezielle Reibwertanforderungen erfüllen.

Demulgiervermögen

Fähigkeit eines Öls, Wasser abzutrennen – u. a. wichtig für Hydrauliköle.

Destillation

Thermisches Trennverfahren zur Gewinnung verschiedener Ölfraktionen anhand von unterschiedenlichen Siedebereichen der Komponenten durch Erhitzen, Verdampfen und Kondensation bei atmosphärischem Druck.

Detergenzien

Reinigungsadditive, die Ablagerungen im Motor verhindern bzw. verringern und z.T. auch lösen können.

Dichte

Masse pro Volumen eines Schmierstoffs; beeinflusst Dosierung und Fließverhalten.

Dieseleinspritzdüse

Bauteil zur Kraftstoffeinspritzung in Dieselmotoren; empfindlich gegenüber Ablagerungen.

DIN

Deutsches Institut für Normung; definiert technische Standards, auch für Schmierstoffe.

Dispersants

Additive, die gelöste Verunreinigungen im Öl umhüllen und in Schwebe halten.

DN-Wert

Produkt aus Lagerdurchmesser und Drehzahl; wichtig für die Auswahl von Wälzlagerfetten.

DOT

Klassifizierungssystem für Bremsflüssigkeiten (z. B. DOT 4, DOT 5.1).

Einbereichsöl

Öle, welche nur die Anforderungen einer SAE-Viskositätsklasse erfüllen und daher nur für eine bestimmte Jahreszeit eine Anwendung finden. (z. B. SAE 30)

Emissionszertifikat

Marktwirtschaftliches Instrument, mit dem die Emissionen von CO₂ und anderen Treibhausgasen gesenkt und so das Klima geschützt werden soll. Die Politik legt fest, wie viele Tonnen CO₂ von Unternehmen insgesamt ausgestoßen werden dürfen. Alle Unternehmen, die das Klima mit CO₂-Emissionen anheizen, benötigen für jede ausgestoßene Tonne CO₂ ein Emissionszertifikat. Diese Zertifikate können bei staatlich organisierten Auktionen gekauft werden (Emissionshandelsbörse). Unternehmen, die weniger Emissionen verursachen, als ihnen durch Zertifikate erlaubt ist, können überschüssige Zertifikate verkaufen. Unternehmen, die mehr CO₂ ausstoßen, müssen dagegen zusätzliche Zertifikate zukaufen. Auf diese Weise entsteht ein Marktmechanismus, der einen finanziellen Anreiz schafft, Emissionen zu reduzieren. Wird ohne Berechtigung CO₂ emittiert, sind Strafzahlungen fällig.

Entparaffinieren

Verfahren zur Entfernung von Wachsen aus Ölen – verbessert Tieftemperatureigenschaften.

EP-Additive

Extreme-Pressure-Additive; schützen bei hoher Druckbelastung vor Verschleiß.

EP-Schmierstoffe

Schmierstoffe mit Extreme-Pressure-Additiven, welche für den Einsatz bei hohen Drücken geeignet.

Erderwärmungspotential

Verschiedene Treibhausgase verfügen über ein unterschiedliches Erderwärmungspotenzial, das sogenannte "Global Warming Potential" (GWP). Es gibt die wärmeabsorbierende Wirkung und damit den Beitrag zur Erwärmung der bodennahen Luftschicht eines Treibhausgases im Vergleich zu Kohlendioxid über einen bestimmten Zeitraum an. Als Richtgröße dient also die Klimawirksamkeit von Kohlendioxid (GWP von CO₂ ist gleich 1), d.h. die Treibhauspotenziale anderer Stoffe bemessen sich relativ zu CO₂. (Siehe auch CO₂-äq.)

Erdöl

Natürlich vorkommendes Rohöl; Ausgangsmaterial zur Herstellung von Grundöl.

Eutrophierung

Eutrophierung bezeichnet die Anreicherung von Nährstoffen in einem Ökosystem oder Ökosystemteil, z.B. Gewässern. Im modernen Zeitalter wird meist unter dem Begriff die vom Menschen verursachte Zufuhr von Nährstoffen (Phosphat, Nitrat) aus Abwässern oder durch den Eintrag aus intensiv gedüngten landwirtschaftlichen Nutzflächen in Gewässer verstanden. Doch auch die durch den Klimawandel verursachten steigenden Temperaturen und extremen Niederschläge sorgen für Eutrophierung. Die Folge davon ist ein überproportional hoher Anteil der Nährstoffe in Böden, Gewässern und Pflanzen. In Gewässern sterben daraufhin beispielweise viele der Wasserpflanzen ab und sinken zu Boden, wo sie unter Sauerstoffverbrauch von Mikroorganismen zersetzt werden. Dadurch entsteht ein Sauerstoffmangel, der dazu führt, dass Organismen absterben, und das Ökosystem ins Schwanken gerät.

Farbe

Optisches Merkmal von Schmierstoffen; kann auf Alterung oder Kontamination hinweisen.

Festkörperreibung

Reibung mit nicht ausreichender Schmierung, so dass es zu einer Reibung zwischen den Oberflächen kommt – tritt bei Mangelschmierung auf, kann aber auch mit Schmierstoffen stattfinden.

Festschmierstoffe

Schmierstoffe in fester Form (z. B. Graphit, MoS₂); eingesetzt bei extremen Bedingungen (hoher Druck, hohe Temperatur)

Flammpunkt

Temperatur, bei der sich Dämpfe eines Schmierstoffs entzünden können – wichtig für Sicherheit.

Fließverhalten

Das Fließverhalten von Schmierstoffen beschreibt, wie leicht oder schwer sich ein Öl oder Fett unter bestimmten Bedingungen bewegt. Das Maß dafür ist die Viskosität und diese ist Temperaturabhängig.

Flüssigkeitsreibung

Damit ist die innere Reibung in der Flüssigkeit gemeint, die bei einem idealen Schmierzustand, bei dem die Oberflächen vollständig durch den Schmierfilm voneinader getrennt werden, auftritt.

Friction Modifier

Reibwertverbesserer; Additive zur Optimierung der Reibungseigenschaften.

Frostschutzmittel

Kühlmittelzusatz zum Schutz vor Einfrieren und Korrosion.

FZG-Test

Prüfverfahren zur Bewertung der Verschleißschutzwirkung von Getriebeölen.

Gasmotorenöl

Spezielles Motoröl für mit Gas betriebene Motoren; hohe Oxidationsstabilität erforderlich.

Gear Lubricant

Englischer Begriff für Getriebeöl.

Gebrauchstemperatur

Temperaturbereich, in dem ein Schmierstoff zuverlässig funktioniert.

Getriebefette

Schmierfette für geschlossene Getriebe; oft mit EP-Additiven.

Getriebeöl

Schmierstoff für mechanische Getriebe; muss Druck-, Temperatur- und Reibungsanforderungen erfüllen.

Grenzpumpviskosität

Tiefsttemperatur, bei der ein Öl noch gepumpt werden kann – wichtig für Kaltstartverhalten.

Grundöl

Basisöl vor Additivierung; kann mineralisch, synthetisch oder re-raffiniert sein.

Halbsynthetisch

Mischung aus mineralischem und synthetischem Grundöl.

Heavy-Duty-Motorenöle

Hochleistungsöle für Nutzfahrzeuge mit hohen Belastungen und langen Wechselintervallen.

Honöl

Niedrigviskoser, nichtwassermischbarer Schmierstoff für Honprozesse in der Metallbearbeitung; muss gute Eigenschaften hinsichtlich Spülen, Kühlen und Korrosionsschutz aufweisen.

HTHS (High Temperatur High Shear)

Viskosität eines Öls bei 150 °C bei einem hohen Geschwindigkeitsgefälle (106 1/s) - Öle mit abgesenkter HTHS sind wichtig für moderne Motoren und tragen zur Reduktion des Kraftstoffverbrauchs bei.

Hydrauliköl

Schmier- und Kraftübertragungsmedium in Hydrauliksystemen; hohe Reinheit und Alterungsstabilität erforderlich.

Hydrocrack-Grundöl

Grundöl, das durch Hydrocracken gewonnen wurde; hohe Reinheit und Performance.

Hydrocracken

Raffinationsverfahren zur Herstellung hochwertiger Grundöle durch Wasserstoffbehandlung.

Hydrofinishing

Veredelungsschritt zur Verbesserung der Farb- und Geruchseigenschaften von Grundölen.

Hypoid-Getriebeöl

Öl für Hypoidgetriebe mit hoher Druckbelastung; enthält meist EP-Additive.

ILSAC

International Lubricant Standardisation and Approval Committee. Internationale Organisation zur Klassifizierung von Motorölen , welche noch zusätzlichen Anforderungen im Vergleich zur API-Auslobung stellen.

Industrieschmierstoff

Schmierstoffe für industrielle Anwendungen wie Hydraulik, Getriebe, Kompressoren etc.

Inhibitoren

Schutzadditive gegen Korrosion, Oxidation und andere schädliche Einflüsse.

ipH-Wert

Indikator für die Säure- oder Basenwirkung eines Schmierstoffs – ähnlich dem pH-Wert.

ISO-Viskositätsklassen

Internationale Norm zur Einteilung von Ölen nach kinematischer Viskosität.

JASO

Japanische Organisation zur Klassifizierung von Zweitakt- und Viertakt-Motorenölen.

Kalkseifenschmierfette

Schmierfette auf Basis von Calciumseifen; gute Wasserbeständigkeit.

Kaltstart

Betriebszustand mit erhöhtem Verschleißrisiko; Öl muss gute Fließeigenschaften aufweisen.

Katalytisches Hydrocracken

Hydrocrack-Verfahren mit Katalysator zur gezielten Molekülumwandlung.

Kegelrollenlager-Test

Prüfverfahren zur Bewertung der Scherstabilität.

Kettenschmierung

Schmierstoffanwendung mit hohen Anforderungen an Haftung und Verschleißschutz.

Kinematische Viskosität

Maß für die Fließfähigkeit eines Öls bei definierter Temperatur – meist in mm²/s angegeben.

Klima

Das Klima ist ein Begriff aus der Meteorologie und beschreibt die Zusammensetzung und Veränderung der Erdatmosphäre über einen längeren Zeitraum. Das Klima wiederum hat Auswirkung auf Organismen auf der Erdoberfläche durch Niederschlag, Sonneneinstrahlung, Temperatur, etc. Dabei ist Klima zu unterscheiden von Wetter oder Wetterphänomenen, die kurzweiligere Zeiträume beschreiben. Auch bei der Wahl des richtigen Motoröls spielt das Klima, insbesondere in Bezug auf die Viskosität, eine wichtige Rolle. In kalten Regionen muss das Öl schnell fließen, um den Motor beim Kaltstart zu schützen, während es in heißen Regionen bei hoher Außentemperatur nicht zu dünn werden darf.

Klimaneutral

Durch das Unternehmen/den Prozess/das Produkt/die Dienstleistung wird die Menge an klimaschädlichen Gasen in der Atmosphöre nicht erhöht, sodass keine zusätzliche Belastung für das Klima entsteht. Das heißt, die Menge an Treibhausgasen, insbesondere CO₂, die verursacht wird, wird entweder vermieden, reduziert oder durch Ausgleichsmaßnahmen kompensiert. (Siehe auch CO₂-neutral.)

Klimazertifikat

Bestätigung über die konkrete Einsparung von Treibhausgasen durch nachweisliche Kompensationsmaßnahmen im Klimaschutz. Dazu zählen unter anderem Maßnahmen wie Aufforstung, das Nutzen erneuerbarer Energien oder die Modernisierung von Industrieanlagen. (Siehe auch Kompensationsmaßnahmen.)

Kohlenwasserstoffe

Organische Verbindungen, die hauptsächlich aus Kohlenstoff und Wasserstoff – Hauptbestandteil von Rohöl.

Kompensationsmaßnahme

Klimaschädliche Prozesse/Produkte/Dienstleistungen werden durch Maßnahmen ausgeglichen (=kompensiert), die klimabegünstigend (=treibhausgassenkend) wirken, bspw. Investitionen in Aufforstung, Begrünung von versiegelten Flächen, etc.

Kontamination

Verunreinigung von Schmierstoffen durch Wasser, Staub, Metallabrieb etc.

Korrosionsinhibitoren

Additive zum Schutz metallischer Oberflächen vor Rost und Oxidation.

Korrosionsschutzeigenschaften ggü Stahl

Widerstand eines Schmierstoffs gegen Korrosion.

Korrosionswirkung auf Kupfer

Beurteilung der Materialverträglichkeit des Schmierstoffs gegenüber Kupfer.

Kugelfallviskosimeter

Prüfgerät zur Bestimmung der Viskosität durch Fallgeschwindigkeit einer Kugel.

Kühlerfrostschutzmittel

Kühlmittelzusatz zum Schutz vor Frost, Überhitzung und Korrosion im Kühlsystem.

Kühlschmierstoff

Schmierstoff für spanende und nichtspanende Metallbearbeitung; kombiniert unter anderem Kühl- und Schmierwirkung.

Legiertes Öl

Öl mit Additivpaket zur Leistungssteigerung gegenüber einem Basisöl.

Leichtlauföle

Niedrigviskose Motoröle zur Reduktion von Reibung und Kraftstoffverbrauch. Motoröle, welche gegenüber 15W-40 Motoröl Kraftstoff einsparen.

Limited Slip

Eigenschaft von Getriebeölen für Sperrdifferentiale; verhindert Ruckeln.

Longlife Öl

Hochleistungsöl mit verlängerten Ölwechselintervallen.

Low-SAPS-Öle

Motoröle mit reduziertem Anteil an Sulfatasche, Phosphor und Schwefel – geeignet für Fahrzeuge mit Abgasnachbehandlung.

LSPI

Low-Speed Pre-Ignition; ungewollte Frühzündung bei modernen Motoren – Ölformulierung kann LSPI verhindern.

Luftabscheidevermögen

Fähigkeit eines Öls, eingeschlossene Luftblasen schnell freizusetzen – wichtig für Hydrauliksysteme.

Mehrbereichs Motoren- und Getriebeöle

Öl mit einer großen Bandbreitenabdeckung an Viskositätsklassen und somit auf die Temperaturunterschiede im Sommer und Winter abgestimmt ist.

Metallbearbeitungsöl

Schmierstoff für spanende und umformende Metallbearbeitung; schützt Werkzeug und Werkstück.

Mineralisches Grundöl

Aus Rohöl gewonnenes Basisöl; klassifiziert als API Gruppe I oder II.

Mineralöle

Schmierstoffe auf Basis mineralischer Grundöle oder als unlegierte Schmierstoffe.

Motorenöle

Schmierstoffe für Verbrennungsmotoren; schützen vor Verschleiß, Ablagerungen und Korrosion.

Motoröl Zusammensetzung

Verhältnis von Basisöl und Additiven im fertigen Motoröl.

Motoröl-Additive

Zusatzstoffe zur Verbesserung der Eigenschaften von Motorölen.

Nachhaltig/Nachhaltigkeit

Handelsprinzip, bei dem darauf geachtet wird, dass die natürliche Regenerationsfähigkeit der beteiligten Systeme bewahrt wird. Es soll also nicht mehr verbraucht werden, als auch nachwachsen kann. In seiner ursprünglichen Form womöglich erstmalig in der Forstwirtschaft verwendet, um zu erklären, wie langfristig sichergestellt werden kann, dass der Forst bestehen bleibt. Dabei dürfe dem Wald nicht mehr Holz entnommen werden, als dieser aus eigenen Mitteln im Stande wäre, wieder zu regenerieren.

Naptha

Leichtes Rohöl-Destillat; Ausgang.

Ökobilanz

Die Ökobilanz, auch Life Cycle Assessment (LCA) genannt, stellt die ökologisch relevanten Eigenschaften eines Unternehmens/Prozesses/Produktes über den gesamten Lebenzyklus dar und wird häufig in CO₂ äq ausgedrückt. Ziel ist es, eine ganzheitliche und quantifizierbare Grundlage zur Beurteilung der Umweltwirkungen bereitzustellen - von der Herstellung bis zur Entsorgung. Im Grunde fehlen hierbei jedoch die Auswirkungen auf alle Bereiche der Ökologie, nicht nur die treibhausgasrelevanten.

Oxidationsinhibitoren

Additive zur Verlangsamung der Ölalterung durch Sauerstoffeinfluss.

Oxidationsstabilität

Widerstandsfähigkeit eines Öls gegen Oxidation – wichtig für lange Einsatzdauer.

Polyzyklische Aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK)

PAK sind ringförmige chemische Verbindungen und entstehen bei der unvollständigen Verbrennung von organischem Material wie Holz, Kohle oder Öl. Viele PAK haben meist krebserregende Stoffe aus mehreren Aromaten, die bei unvollständiger Verbrennung entstehen. Außerdem werden sie in der Umwelt nur sehr langsam abgebaut und reichern sich durch ihre geringe Wasserlöslichkeit in Böden und Sedimenten an, wodurch sie sehr langlebig sind.

Silikonöl/-fett

Schmierstoffe mit hoher Temperaturbeständigkeit und chemischer Stabilität.

Sulfatasche

Rückstand nach Verbrennung von Schmierstoffen unter Zugabe von Schwefelsäure – relevant für Abgasnachbehandlung.

Treibhausgase

Treibhausgase sind diejenigen Gase in der Erdatmosphäre, die den sogenannten Treibhauseffekt produzieren und zur Erwärmung der Atmosphäre beitragen. Diese Gase speichern nämlich einen Teil der Wärmestrahlung, die von der Erdoberfläche abgestrahlt wird, nachdem sie durch die Sonne erwärmt wurde, anstatt diese Strahlung direkt ins Weltall entweichen zu lassen. Treibhausgase können einen natürlichen, aber auch einen menschengemachten Ursprung haben. Zu den bekanntesten Treibhausgasen zählen Kohlenstoffdioxid und Methan.

Tropfpunkt

Temperatur, bei der sich ein Schmierfett unter genormten Bedingungen beginnt zu verflüssigen und ein Tropfen sich löst - wichtig als Hitzebeständigkeits-Referenzpunkt.

UpCycling

„Steigerung“ von ReCycling, bei dem aus einem Abfall ein Produkt entsteht, welches in seinen Eigenschaften das ursprüngliche Produkt übersteigt. Der AVIeCO₂ Prozess ist ein klassisches Beispiel für einen UpCycling Prozess.

Versauerung

Viele der von Menschen gemachten Emissionen in Industrie, Verkehr oder Landwirtschaft stoßen sauer wirkende Stickstoff- und Schwefelverbindungen (SO2, NHx, NOx) in die Luft. Gelangen diese auf die Böden, gehen wichtige Nährstoffe verloren. Fehlen die Nährstoffe, verlieren Pflanzen auf versauerten Böden an Vitalität. Zusätzlich sinkt die Widerstandskraft gegen Trockenstress oder Schädlinge. Dies führt zum Sterben wichtiger Bestandteile im Boden, was wiederum Auswirkung auf das Leben in und auf dem Boden hat.

Viskosimeter

Gerät zur Messung der Viskosität eines Schmierstoffs.

Walkpenetration

Einteilung von Schmierfetten in die NLGI-Konsistenzklassen nach mechanischer Beanspruchung.

Weißöl

Hochreines Mineralöl für pharmazeutische, kosmetische und Lebensmittelanwendungen.

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